Geschichte des KSV 20 Oer-Erkenschwick e.V.

Ein Dank an Matthias Fuhrmann, der sich vor langer Zeit die Mühe gemacht hat, diesen Text zu erstellen.

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Vorsitzender: Hans Mielek

Im Jahre 1920 gründeten Willi Wagner, Johann und Willi Zawar, Willi Nilius, Heinrich Willig und Paul Friedrichs den Ring- und Stemmclub Siegfried im Saal Welter und wählten Heinrich Willig zu ihrem 1. Vorsitzenden und schlossen sich wenig später dem Deutschen Arbeiter-Athleten-Bund an. Schon einen Monat nach der Gründung trat das Ringeridol, der heutige Ehrenvorsitzende Fritz Zimmer, dem Verein bei. Steinstoßen, Mannschaftsjonglieren, Gewichtheben und Boxen waren die ersten Sportarten. Die Zawar-Brüder und Wentzel Nitsch bildeten in Deutschland eine bekannte Kraftakrobaticgruppe. Erst 1926 konnte sich der Verein eine Ringermatte leisten, und in diesem Jahr (andere Quellen geben 1925 bzw. 1928 an) benannte der Verein sich in KSV 20 um. 1933 wurde der Verein aufgelöst, 1936 auf Anweisung der NSDAP-Ortsgruppenleitung als KSV Olympia 36 neu gegründet. Im Jahre 1938 erfolgte der Zusammenschluß mit dem TV Erkenschwick, den die Kraftsportler 1955 verließen und den KSV wieder gründeten.
Der KSV war auch die Wiege des Oer-Erkenschwicker Boxsports, der heute am Stimberg nicht mehr existiert. Die Boxer Funk, Kant, Ostrenski, Mondry, Fuchs, Jaschk, Ernst Gallmeister, der Internationale Twilling und Schinski stellten eine der stärksten Staffeln des Verbandes. Für Schlagzeilen sorgte später die Erinnerung an einen Kampf, der am 10. Dezember 1922 im Welterschen Saal zwischen dem damals völlig unbekannten, für BC Benrath-Düsseldorf boxenden, Max Schmeling und dem Erkenschwicker Emil Borutta, dem späteren Gründer des Tambourcorps Seeadler, stattfand. Auch der kommunistische Rot-Sport Verein hatte eine Boxabteilung, die sich teilweise aus ehemaligen KSV`lern rekrutierte. Nach dem Verbot des Arbeitersports trat beispielsweise Ernst Gallmeister am 7. März 1933 der im Februar 1933 gegründeten Boxsportabteilung der Spvgg. Erkenschwick bei. Vorsitzender war Alois Lokar. Beispielsweise gehörte auch der sechsfache Deutsche Halbschwergewichtsmeister Erich Schnarre aus Datteln dieser Abteilung an. Sie schlief allerdings 1936 ein und Gallmeister wechselte zum 1933 gegründeten Box-Sportklub 1933 Datteln-Erkenschwick; andere wie Schnarre und Modry wechselten nach Recklinghausen; Gallmeister beendete 1937 mit seiner Heirat seine boxerische Karriere. Mit Kriegsende kam auch das Aus für den Boxsport. Lediglich von 1964 bis 1968 gab es mit dem Boxclub 20/64 noch einmal einen Versuch, die alte Boxerherrlichkeit wieder aufleben zu lassen. Mit dabei war der Deutsche Federgewichtsmeister von 1942, Günter Strangfeld, der diesen Titel für die Spvvg. Herten erkämpft hatte und später als Lebenspartner der berühmten Wassersportlerin Olga Eckstein nach Oer-Erkenschwick zog. Vorsitzender war Horst Stutzinger, als Kämpfer taten sich Hans-Otto Schaberick, Otto Wiese, Helmut Losch, Günter Völkel und Günter Ostrzenski hervor.
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Abteilung Badminton

Abteilungsleiter: Klaus Fuhrmann

Am 17. Oktober 1974 gründeten Birgit, Karin, Diethard und Wilfried Schwieder, Christel und Willi Kalinowski und Siegfried Hermanns die Badminton-Abteilung im KSV 20. In der Saison 1988/89 waren zwei Jugend-, drei Senioren- und zwei Hobby-Seniorenmannschaften im Einsatz. Die ranghöchste Mannschaft spielte in der Bezirksklasse, wobei die Gruppeneinteilungen zu diesem Zeitpunkt andere waren als heute. Größter Wert wurde auf die Jugendarbeit gelegt. In den Seniorenmannschaften spielten ausschließlich „Eigengewächse“.

In der Mitte der 1990er Jahre kam es zu einem ersten Bruch und es konnten nur noch zwei Mannschaften im Seniorenbereich gehalten werden, welche sich zu einer leistungsorientierten Mannschaft und einer Hobbymannschaft entwickelten, welche vor allem in der Bezirksklasse bzw. Kreisliga und der Kreisklasse aktiv waren. Nach erneuten Abgängen von Spielerinnen und Spielern, sowie vereinsinternen Kontroversen kam es Ende der 1990er Jahre zu einem zweiten Bruch, welcher zur Folge hatte, dass die ehemalige Hobbymannschaft zur ersten und einzigen Mannschaft wurde und die Saison in der Kreisliga bestreiten musste. Die Mitglieder der ersten Mannschaft wechselten zu anderen Vereinen im Vest. Im Jugendbereich wurde der Weg in den 1990er Jahren kontinuierlich weitergeführt und es konnten Schüler- und Jugendmannschaft in ausreichender Besetzung gemeldet werden, welche in der Schülerkreisklasse bis zur Jugendkreisliga aktiv waren.

Erst mit der Saison 2004/05 wurde das heutige Gesicht des KSV Erkenschwick Badminton erkennbar. Nach einer Vielzahl von Gesprächen entschloss man sich alle Mannschaften aufzulösen und eine Mannschaft neu in der untersten Spielklasse (Kreisklasse) zu melden. Mitglieder dieser Mannschaft waren die auch heute noch aktiven Klaus Fuhrmann, Björn Knauerhase, Matthias Fuhrmann, Ralf Küpperbusch, Michael Raupach, Annika Seckler und Julia Küpperbusch. In der besagten Spielzeit gelang der sofortige Aufstieg in die Kreisliga durch einen zweiten Platz in der Tabelle. In der kommenden Spielzeit verstärkte Marcus Päsler die Mannschaft und es konnte die Klasse durch einen sechsten Platz in der Abschlusstabelle gehalten werden. In der abgelaufenen Spielzeit kamen bereits in der Vergangenheit aktive KSVler in die noch immer einzige Seniorenmannschaft zurück, so zu Beginn Sven Reinicke und nach der Halbserie Christian Lechtenböhmer. Durch diese Verstärkungen und einen gewissen Umbau der Mannschaft wäre es fast gelungen an die Glanzzeiten der 1980er Jahre anzuschließen und wieder auf Bezirksebene Badminton zu spielen, doch reichte es letztlich nur für einen dritten Platz in der Abschlusstabelle 2006/07.
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Neuorientierung

Die beschriebene Neuorientierung machte auch vor dem Jugendbereich nicht halt. So übernahmen ab 2005 Annika Seckler und Matthias Fuhrmann zunächst die Position der Jugendwarte und die Beaufsichtigung der Trainingsabende im Schüler und Jugendbereich. Kurz im Anschluss setzten auch die Planungen ein, den über drei Jahre brach liegenden Jugendbereich auf Grund des stätig wachsenden Zulaufs erneut auf Mannschafts- und somit Ligabetrieb leistungsmässig zu orientieren. Das Training hat sich seid diesem Zeitpunkt immer mehr von beaufsichtigtem Spiel zu angeleitetem Leistungstraining entwickelt und konnte eine Vielzahl von Erfolgen verbuchen. So steht seid der Saison 2005/06 eine gute Jugendmannschaft in der Kreisliga im Wettbewerb und wird nach dem knapp verpassten Aufstieg in die Jugendbezirksklasse in diesem Jahr in der dritten Spielzeit in Folge konkurrenzfähig in der Liga antreten. Der Jugendbereich floriert seid dem außerordentlich und es fehlt nur an qualifizierten Betreuern um weitere Mannschaft im Schüler und Jugendbereich aufzustellen.

Die aktuellen Planungen für die kommende Saison 2007/08 laufen schon seid Wochen auf hohem Niveau und haben das Ziel, neben der bereits feststehenden Jugendmannschaft in der Kreisliga, seid fast 5 Jahren zwei Seniorenmannschaften ins Rennen zu schicken. Die zwar durch zwei Abgänge geschwächte erste Mannschaft wird erneut in der Kreisliga antreten und den Versuch unternehmen den dritten Platz der vergangenen Spielzeit zu halten bzw. zu verbessern. Die zweite Mannschaft ist für die Kreisklasse gemeldet und wird eine Vielzahl von Neuzugängen aufnehmen, welche es dem Verein erst ermöglichten Neben den etablierten Kräften im Seniorenbereich zu expandieren.

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